Am Gymnasium an der Hamburger Straße wird das Fach Darstellendes Spiel als Grundkurs in der Oberstufe angeboten. Diesen Kurs kann man als Profilkurs, zusammen mit dem Leistungskurs Deutsch und dem Grundkurs Geschichte/Politik, oder als freien Kurs anwählen.
Das Fach wird in der Einstiegsphase der Oberstufe zweistündig und in der Qualifikationsphase dreistündig unterrichtet und kann damit auch als viertes Prüfungselement im Abitur eingebracht werden.
„Darstellendes Spiel gehört zu den Fächern, die einen ästhetisch-expressiven Modus der Weltbegegnung ermöglichen und einen Beitrag zum Verständnis künstlerischer Formen, menschlicher Möglichkeiten und soziokultureller Zusammenhänge leisten. Die kreative und imaginative Auseinandersetzung mit der Welt in Spiel und Theater ist ein wichtiger Teil unserer kulturellen Tradition und Praxis und ermöglicht es, die Wirklichkeit zu reflektieren und Alternativen im Spiel auszuloten. Dabei sollen Kooperationsfähigkeit und Kreativität, sinnliche Wahrnehmung und ästhetisches Empfinden sowie Denken in Modellen und symbolischen Zusammenhängen bei den Spielenden gefördert werden. In der eigenen theatralen Gestaltung und der Auseinandersetzung mit Produkten öffentlicher und medialer Inszenierungen entwickeln die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise gegenseitiges Vertrauen und wechselseitige Akzeptanz und sie lernen, wenn sie im Ensemble agieren, mit Gruppendynamiken umzugehen. Kritik- und Urteilsfähigkeit untereinander werden gefördert.“
(Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft (Hrsg.), Bildungsplan Darstellendes Spiel, Bremen, 2009, S.5)
In jedem Schuljahr der Qualifikationsphase wird an einem Theaterstück geprobt. Das Ziel ist eine öffentliche Aufführung am Ende des Schuljahres.
Wichtige Aspekte bezüglich der persönlichen Wahl des Faches Darstellendes Spiel sind das Interesse an Theatertheorien, wie dem aristotelischen oder brechtschen Drama, Theatertexten und Sprache, Mut und Lust sich auf der Bühne zu zeigen, mit theatralen Formen zu experimentieren und gewillt zu sein, ein persönliches Ausdrucksspektrum zu zeigen und zu entwickeln. Die Bereitschaft, sich Theaterstücke gemeinsam anzusehen, wird voraussgesetzt.
Für den Fachbereich
Christoph Steinberg und Petra Thielebein