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Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

In dem halbjährigen Geschichtsprojekt mit dem Thema „Vertraute Fremde – Nachbarn in der Geschichte“, unterstützt durch die Körber-Stiftung, beteiligten sich aus dem Eingangsjahrgang der Oberstufe drei Gruppen sehr erfolgreich.

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Die Schülerinnen und Schüler aus dem Leistungskurs Geschichte von rau Dittrich und dem Grundkurs des Mathe-Profils von Frau Dall’ Asta begaben sich auf den Weg des entdeckenden und forschenden Lernens rund um das Thema „Fremde und Nachbarn“. 

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Ausgezeichnet mit einem Landespreis wurden Frieda Herrschel, Paula Weiß, Naike Nadler, und Axel Riebold. In ihrer Arbeit zum Verhältnis zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zeigen die Schüler anhand von Primär- und Sekundärquellen sowie Zeitzeugenbefragungen Beziehungen von jüdischen Überlebenden zu Deutschland und den Deutschen differenziert auf, dabei gehen sie einfühlsam auf Gründe zum Bleiben aber auch zur Auswanderung ein. Ebenfalls berücksichtigt wird die Haltung der Deutschen, deren Umgang mit Schuld und Verantwortung auf einer ganz persönlichen Ebene, sowie Unterschiede, die dabei in den beiden deutschen Staaten erkennbar waren und Gründe für die jüdische Zuwanderung nach Deutschland in den 90er Jahren. Der Laudator lobte besonders die differenzierte und gründliche Auseinandersetzung und die Vielfalt der berücksichtigten Perspektiven.

Unsere diesjährigen Förderpreise gingen an Fawad Ahmed, Dervis Havuc, Sirin Mir Mohammad Hosseini Oshani und Timm Wünsch aus dem Grundkurs Geschichte von Frau Dall’ Asta, sowie Lys Sprenger, Nell Wassermann, Liska Toppe und Mailin Dahm aus dem Leistungskurs Geschichte von Frau Dittrich.

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Die Schülerinnen des Leistungskurses setzten sich kritisch und reflektiert mit den Lebensbedingungen der verschiedenen Insassen des Konzentrations- und Flüchtlingslagers Riespott auseinander. Besonders die umfangreiche und akribische Archivarbeit ist hier lobend hervorzuheben, die einen umfassenden Einblick in die verschieden Phasen des Lagers gewährleistet. Ein Schwergewicht der Arbeit liegt dabei auf dem Umgang der Bremer Behörden mit den Flüchtlingen und auf deren Bemühungen um einen Neuanfang und ein lebenswertes Umfeld.

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Fawad, Sirin, Timm und Dervis untersuchten die Situation türkischer Einwanderer im Bremer Viertel „Steintor“, werteten dabei Statistiken des Statistischen Landesamtes aus und führten Interviews mit türkischen Einwanderern sowie und einer Sozialarbeiterin aus dem Viertel. 

Die vier Jugendlichen beschreiben in ihrer Arbeit Umgang und Miteinander zwischen beiden Kulturen mit Beginn des Anwerbeankommens 1961. Dabei hinterfragen sie kritisch Wohn- und Arbeitsverhältnis der Anfangszeit und zeigen den Umgang der Bremer Behörden auf. Sie reflektieren das gelebte Miteinander beider Kulturen.Mit ihrer Arbeit versuchen sie die Vorurteile gegenüber den Fremden und neuen Nachbarn aufzuklären und Missverständnissen zwischen den Kulturen auf den Grund zu gehen.

Alle Schüler und Schülerinnen wurden im Focke Museum im Rahmen einer feierlichen Preisvergabe von Bildungssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Vertretern der Körber-Stiftung und der Fachjury geehrt und ausgezeichnet.

Wir gratulieren den Bremer Gewinnern aus der Hamburger Straße herzlich und beglückwünschen sie zu ihrer ausgezeichneten Leistung! 

Den Gewinnern des Landespreises wünschen wir viel Erfolg bei der Entscheidung auf Bundesebene.

 

Skandal in der Geschichte
Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a werden von der Körber-Stiftung ausgezeichnet.

Die Körber-Stiftung bat im 22. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, das Thema „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“ vor Ort zu bearbeiten.

Die Klasse 8a, betreut durch ihre Fachlehrerin Frau Dall’ Asta, recherchierte in Bremen und nutzte alle Möglichkeiten der Geschichtsforschung: die Schülerinnen und Schüler suchten in Bibliotheken, im Internet und in Archiven nach Informationen, sie interviewten Experten und Zeitzeugen. Nicht nur während der Unterrichtszeit, sondern auch in ihrer Freizeit haben sie in intensiver Arbeit eine Fülle an brauchbarem Material zusammen getragen. Nun ging es darum, die erhaltenen Informationen kritisch zu betrachten: den Skandal erkennen, ihn herausarbeiten und beurteilen.
Alle Schülerinnen und Schüler haben auf diese Weise mit ihrer Kleingruppenarbeit ein historisches Thema wissenschaftlich aufgearbeitet – und damit gezeigt, dass sie gelernt haben, auf hohem Niveau denken und darstellen zu können.

Die Mühe, aber auch der Spaß der Kinder am Forschen wurde belohnt:
Unsere Klasse 8a stellte zwei Landessieger und erhielt zwei Förderpreise!

Bemerkenswert, dass so viele Arbeiten einer „jungen“ Klasse unter den ausgezeichneten Arbeiten ihren Platz fanden.

Unsere beiden Landessieger sind Julian Erzmann und Aaron Joel Schmidt. Sie erarbeiteten einen der fünf Preise über 250 € mit dem Thema: „Geiseldrama von Gladbeck im August 1988“. Besondere Hochachtung der Jury fand die „spannende, sachliche Lektüre“, in der die beiden Schüler einer 8. Klasse „haarsträubende Details in staubtrockener Diktion schilderten“.

Die zwei der elf vergebenen Förderpreise über 100 € bekamen Linnea Lorenzen und Malin Thielemann mit ihrer Arbeit über „Die Bremer Serienmörderin Gesche Gottfried“, so wie Luisa Diefenbacher, Erna Lösche, Flora Pésza, Liska Toppe und Paula Risch, die über „Die Tonbandaffäre“ berichteten.

Sie alle wurden im Staatsarchiv Bremen im Rahmen einer feierlichen Preisvergabe von Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper, Vertretern der Körber-Stiftung und der Fachjury geehrt und ausgezeichnet.  

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